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Eine Kritik der schwarzen Vernunft

Info
Datum: Die 06.Okt
Uhrzeit:20:00
Ort:Bildungswerk der Heinrich-Böll-Stiftung
Adresse:Sebastianstr. 21, 10179 Berlin
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Referent: Wolfgang Lenk

Über Rassismus wird oft in einer unzureichenden, also fatal unangemessenen Sprache gesprochen. Denn seine Geschichte nährt sich seit Jahr­hun­derten aus einem „Brunnen der Phan­tas­men“, aus Achille Mbembedem in der Geschichte des europäischen Kolonialismus ein zugleich reales wie fiktives Subjekts entspringt, das eine schwarze Hautfarbe hat, verschleppt, verkauft und brutal beherrscht werden muss, um es zum nackten Ausbeutungskörper für die Warenproduktion zuzurichten. Der Kameruner Historiker und Philosoph Achille Mbembe hat in seiner „Kritik der schwarzen Vernunft“ den Rassismus mit einer Tiefe und Komplexität analysiert, die bis in die aktuellen Konstellationen des Postkolonialismus und der sozialen Kämpfe um Selbstbestimmung hineinreicht. „Schwarze Vernunft“ ist ein polemischer und mehrdeutiger Ausdruck – er meint Gestalten des Wissens, ein Ausbeutungs- und Ausraubungsmodell, Strategien der Unterwerfung und Modalitäten ihrer Überwindung sowie einen psychischen Traumkomplex. Wir nähern uns diesem ungemein klugen Text.

Rollstuhlgeeigneter Zugang

 

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